INFORMATION ZUM STELLEN VON SUCHANZEIGEN

Mit der schon über sieben Jahre bestehenden erfolgreichen AKTION VERSÖHNUNG werden die Schicksale von im zweiten Weltkrieg vertmissten deutschen Soldaten im Bereich der ehemaligen Sowjetunion aufgeklärt. Daran arbeitet in russischen zentralen und 74 regionalen Archiven das Suchreferat, das von der russischen öffentlichen Vereinigung LIGA FÜR RUSSISCH‑DEUTSCHE FREUNDSCHAFT e.V. im Rahmen der AKTION VERSÖHNUNG gegründet wurde und aus erfahrenen Geschichtswissenschaftlern und Archivaren besteht. Zugleich hilft das Suchreferat den ehemaligen deutschen Heimkehrem oder ihren Familienangehörigen bei der Suche nach Archivakten, die persönliche Papiere wie Soldbücher, Fragebogen, Fotos, Briefe, Lebensläufe, Krankheitsbulletins u.a. enthalten. Die Suchaktion hat sich bisher als äußerst segensreich für Familien erwiesen, die immer noch nach Möglichkeiten suchen, das Schicksal ihrer vermissten Angehörigen aufzuklären oder die historischen Dokumente für die Familienarchive zu bekommen.

Voraussetzungen für die Sucharbeit, Übermittlung von amtlich ausgestellten Auskünften und Zusendung der offiziellen Kopien der Archivakte mit Übersetzungen:

  1. Die Suchanzeige ist nach Eintragung möglichst eingehender Angaben über den Vermissten oder Heimkehrer an die Liga in Moskau zu richten. Dafür gibt es drei Wege: per Telefax: 007 095 206 84 67 per E‑Mail: suchreferat.moskau@telsycom.ru per Post ( bitte die Postadresse ohne Auslassen kopieren): Suchreferat Moskau Liga für Russisch‑Deutsche Freundschaft Maroseika‑Str. 7/8‑27, A/Nr. 190 10 1000, Moskau, Russland
  2. Der Antragsteller überweist für die erste Grundprüfung des Antrages eine Post/Bearbeitungsgebühr von 30,00 EUR auf das Sonderkonto des Suchreferates "Suchref.A.Vers.-K.H.Schröder" bei der Kreissparkasse Köln, Konto 365 005 326, BLZ 370 50 299, Verwendungszweck: "Sucharbeit" und Name des Gesuchten. Im Text der Suchanzeige wird geschrieben, wann und durch welche Bank die Überweisung erfolgte.
  3. Wenn Sie die Suchanzeige per Post schicken, bitte im Brief kein Geld oder Belege, keine Fotos, Protokolle etc. schicken. Alles was Sie für wichtig halten, schreiben Sie bitte auf die Rückseite der Suchanzeige. Schicken Sie bitte Ihre Post als "Einschreiben" mit Luftpost‑Aufkleber. Der Postweg dauert normalerweise 7 bis 14 Tage.
  4. Im Laufe einer kurzen Frist ( wenige Monate, je nach dem Umfang der Sucharbeit) wird der Antragsteller vom Suchreferat über die Ergebnisse informiert. Im negativen Fall wird die Suchanzeige mit dem Originalstempel des russischen Archivs zurückgeschickt mit der Auskunft, dass in Archiven in Russland keine Angaben über die gesuchte Person auffindbar sind. Wurden Unterlagen gefunden, wird Auskunft gegeben über das Todesdatum, die Todesursache und den Ort der Ruhestätte oder das Datum der Freilassung. Es wird beschrieben, wie viel Seiten die Archivakte hat, welche persönlichen Dokumente, Fotos, Briefe usw. erhalten sind.
  5. Vom Suchreferat wird die offizielle Bescheinigung des russischen Archivdienstes mit dem amtlichen staatlichen Siegel ausgestellt, die juristische Kraft hat. Die Bescheinigung und die offiziellen Kopien der kompletten Archivakte werden an den/die Antragsteller(in) per Post zugeschickt, sobald für die Sucharbeit, das Kopieren und die technischen Ausgaben die Summe von 200,00 EUR auf das unter Punkt 2 genannte Konto überwiesen wurde. Es ist auch möglich, die komplette Übersetzung der Unterlagen zu bekommen. Die Gebühr beträgt je nach Umfang und Schwierigkeit (z.B. ärztliche Gutachten oder per Hand geschriebene Krankheitsberichte u. a.) 5 bis 10,00 EUR pro Seite.
  6. Da das Suchreferat die Archivunterlagen nicht über die russische Post abschicken will, benutzt das Suchreferat private Kurierdienstmöglichkeiten. Deswegen ist bei der entgültigen Absendung der kompletten Unterlagen und Übersetzungen mit etwas Wartezeit zu rechnen.